Finanzgericht

Verfahrensdokumentation zwingend

Mit Einführung der GoBD (Grundsätze einer ordnungsgemäßen digitalen Buchhaltung) fordert der Gesetzgeber eine sog. „Verfahrensdokumentation“ für alle digitalen Prozesse in den Unternehmen und auch in den freiberuflichen Praxen und Büros.

Die Prüfer der Finanzämter sind angewiesen, das Vorhandensein der Verfahrensdokumentation zu überprüfen – ob diese das nun gut finden oder nicht. Sehr häufig wird festgestellt, dass keine Dokumentationen vorliegen.

Nun kann es ärgerlich werden: Aus dem Fehlen der Verfahrensdokumentation soll dem Finanzamt die Verwerfung der Buchhaltung und damit die formelle Schätzungsbefugnis (von Mehrergebnissen) erwachsen. Das bedeutet, dass aus rein formellen Gründen Steuernachzahlungen drohen, obwohl „eigentlich“ alles korrekt ist!

Die Digitalisierung in der Finanzverwaltung ist weit voran geschritten. Die Zahl der Prüfer und der Prüfungen hat in den letzten 2-3 Jahren deutlich zugenommen. Jetzt ist schnelles Handeln angesagt!

Zitat eines Referenten der Finanzverwaltung:

„Es wird jetzt scharf geschossen“

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Erworbene Vertragsarztzulassung abschreibbar?

Nachdem bereits in 2013 und 2014 die Diskussionen über die steuerliche Abschreibung von erworbenen Praxiswerten bzw. Vertragsarztzulassungen für Unsicherheit und Unklarheiten

gesorgt hatten, hat nun das Finanzgericht Bremen diese Diskussion mit einem Urteil vom 24.08.2016, 1K67/16(6), wieder angeheizt. Im Urteilsfall geht um den Erwerb einer Vertragsarztzulassung

durch eine Gemeinschaftspraxis, der das Finanzamt und später auch das Finanzgericht die steuerliche Abschreibung nicht gewährte. Wegen der dringend notwendigen höchstrichterlichen Klärung wurde Revision beim Bundfinanzhof (BFH) zugelassen.

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