Abgabefristen

Verfahrensdokumentation zwingend

Mit Einführung der GoBD (Grundsätze einer ordnungsgemäßen digitalen Buchhaltung) fordert der Gesetzgeber eine sog. „Verfahrensdokumentation“ für alle digitalen Prozesse in den Unternehmen und auch in den freiberuflichen Praxen und Büros.

Die Prüfer der Finanzämter sind angewiesen, das Vorhandensein der Verfahrensdokumentation zu überprüfen – ob diese das nun gut finden oder nicht. Sehr häufig wird festgestellt, dass keine Dokumentationen vorliegen.

Nun kann es ärgerlich werden: Aus dem Fehlen der Verfahrensdokumentation soll dem Finanzamt die Verwerfung der Buchhaltung und damit die formelle Schätzungsbefugnis (von Mehrergebnissen) erwachsen. Das bedeutet, dass aus rein formellen Gründen Steuernachzahlungen drohen, obwohl „eigentlich“ alles korrekt ist!

Die Digitalisierung in der Finanzverwaltung ist weit voran geschritten. Die Zahl der Prüfer und der Prüfungen hat in den letzten 2-3 Jahren deutlich zugenommen. Jetzt ist schnelles Handeln angesagt!

Zitat eines Referenten der Finanzverwaltung:

„Es wird jetzt scharf geschossen“

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Referentenentwurf zum zweiten Bürokratieentlastungsgesetz

Bundeskabinett beschließt Entwurf

Das Bundeskabinett hat am 02.08.2016 den Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zum zweiten Bürokratieentlastungsgesetz beschlossen.

Das Gesetz soll zum 1. Januar 2017 in Kraft treten und die folgenden Gesetzesänderungen beinhalten:

  • Aufbewahrungsfrist: Lieferscheine können vernichtet werden, sobald eine inhaltsgleiche Rechnung vorliegt bzw. versendet wird (Regelung soll rückwirkend für alle Lieferscheine gelten).
  • Lohnsteueranmeldungen sind kalendervierteljährlich abzugeben, wenn die abzuführende Lohnsteuer für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 1.080 Euro, aber nicht mehr als 5 000 Euro (bisher 4.000 Euro) betragen hat.
  • Die Umsatzgrenze für Kleinunternehmer soll von 17.500 Euro auf 20.000 Euro angehoben werden.
  • Kleinbetragsrechnungen sollen von 150 Euro auf 200 Euro angehoben werden.
  • Änderungen der Handwerkerordnung insbesondere hinsichtlich Digitalisierung und Anerkennung ausländischer Handwerker.
  • Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge:  Steht die Höhe des Arbeitsentgelts im Abrechnungszeitpunkt nicht fest, sollen Beiträge künftig nicht mehr geschätzt werden. Stattdessen sollen die Beiträge am drittletzten Bankarbeitstag in Höhe des Vormonats fällig werden. Differenzen, die sich dadurch ergeben, sollen dann immer im jeweiligen Folgemonat verrechnet werden.

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Der digitalen Steuererklärung gehört die Zukunft

Bundestag beschließt die Modernisierung des Besteuerungsverfahrens

Am 12. Mai 2016  verabschiedete der Bundestag das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens. Dabei steht die Nutzung der Digitalisierungsmöglichkeiten im Vordergrund. In der Zukunft werden Computer die elektronisch eingereichten Steuererklärungen prüfen. Soweit die Angaben des Steuerpflichtigen plausibel sind, erfolgt die Erstellung des Steuerbescheides automatisiert. Finanzbeamte werden sich dann auf die vom Programm aussortierten, überprüfungswürdigen Erklärungen konzentrieren können. Da der Schriftwechsel von und zum Finanzamt im wachsenden Maße auf dem elektronischen Weg erfolgen wird, ist vorgesehen auch die Bekanntgabe der Steuerbescheide elektronisch über einen Abruf im Elster-Portal der Finanzverwaltung zu ermöglichen.

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