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Aktuelles

Erbschaftsteuerreform bedeutet erheblichen Mehraufwand für mittelständische Unternehmen

Die geplante Reform der Erbschaftsteuer führt zu einem erheblichen Mehraufwand für viele mittelständische Unternehmen. Wer sein Unternehmen vor den hohen steuerlichen Belastungen schützen will, sollte sich über die Details informieren. Durch die geplante Erbschaftsteuerreform wird für die meisten Unternehmen der Unternehmensübergang viel komplizierter. Insbesondere mittelständische Betriebe sind von den Regelungen betroffen.  Nur wer sich jetzt gut beraten lässt, kann sein Unternehmen vor hohen steuerlichen Belastungen schützen. Dazu kann es notwendig sein, rechtzeitig Umstrukturierungen vorzunehmen.

Mit der Reform müssten auch kleinere Betriebe ab fünf Beschäftigten die Lohnsummenregelung beachten. Das führt zu einem erheblichen Mehraufwand, da nun schon bei relativ kleinen Betrieben aufwendig alle Beschäftigten danach untersucht werden müssen, ob diese unter die Lohnsummenregelung fallen oder nicht. Wenn hier etwas falsch gemacht wird, kann dies zu hohen Steuerbelastungen führen.

Ab einem begünstigten Vermögen von über 26 Mio. Euro ist künftig eine individuelle Verschonungsbedarfsprüfung oder ein Verschonungsabschlagsmodell vorgesehen. Bisher war die Unternehmensgröße für die Steuerverschonung ohne Bedeutung. Dazu wurde die Möglichkeit geschaffen, Steuererleichterungen in Höhe von 30 Prozent des Unternehmenswertes zu erlangen, wenn eine insgesamt 22-jährige Verfügungsbeschränkung bei den Anteilen vorgenommen wird, dies bedeutet allerdings eine erhebliche Einschränkung der Verfügungsmacht des Unternehmers.

Künftig sollte daher genau überprüft werden, ob es steuerlich sinnvoller ist, das Unternehmen zu veräußern oder das Vermögen langfristig so umzustrukturieren, dass später ein reibungsloser Unternehmensübergang möglich ist.

(Stand: 24.06.2016)